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Vortrag beim World Usability Day in Stuttgart am 12.11.2009, Konzeption, Usability und Umsetzung mobiler Websites

Mobile Websites können für den Nutzer einen echten Mehrwert bieten, wenn bei der Konzeption und Gestaltung auf Usability geachtet wird. Betreiber einer benutzerfreundlichen mobilen Website werden mittelfristig bis langfristig nicht nur einen Wettbewerbsvorteil haben. Die Zukunft wird uns zeigen, dass die mobile Nutzung von Webangeboten eher zunehmen wird.

Die aktuelle Studie der Nieslen Group zeigt, dass es mit der Usability von mobilen Websites nicht zum besten steht. Ganz im Gegenteil weisen viele mobile Website gravierende Usability Mängel auf. Die meisten mobilen Websites entsprechen der Usability herkömmlicher Websites, wie sie noch vor 15 Jahren anzutreffen war. Die Nielsen Studie nennt vier Gründe, warum mobile Website versagen: zu kleine Bildschirme, umständliche Eingabe, zu lange Ladezeiten und nicht zuletzt schlecht konzipierte Websites.

Hinzukommt noch das die Hersteller ihre Mobiltelefone mit unterschiedlichen Browsern bestücken die, zum Teil alles andere als ein Standardkonformes verhalten zeigen, welches wir mittlerweile von Desktop-Browsern gewöhnt sind. Trotz einer Vielzahl an inkonsistenten Browsern und technischen Schwierigkeiten sind diese in den Griff zu bekommen. Viel entscheidender für den Erfolg einer mobilen Website ist das Thema Konzeption und darauf weißt die Studie auch explizit hin. Die Analyse der Anforderungen legt den Grundstein und ist daher mit Sorgfalt zu führen. Informationssammlung, Stories, Zielgruppen, Usecases, Prototypen, Wireframing, Usability-Tests gehen der eigentlichen Entwicklung voraus.

Zunächst einmal ist es wichtig das mobile Internet als einen eigenständigen Kommunikationskanal zu behandeln. Dies impliziert eine andere Nutzung des Mediums durch den Nutzer und der Kontext der Nutzung unterscheidet zu herkömmlichen Websites. Aus diesem Grund ist eine sorgfältige Zielgruppen- und Informationsanalyse erfolgsentscheidend. Nicht nur die konzeptionelle Arbeit ist wichtig, auch die Überprüfung der einzelnen Phasen in der Umsetzung ist durchzuführen. Hierbei kann das sogenannte Wasserfallmodell zielführend wirken.

Mobile Website brauchen einen anderen konzeptionellen Ansatz als herkömmliche Websites. Eine klassische L-Navigation kann nicht ohne weiterer auf ein mobiles Endgerät übertragen werden. Und das heißt auch das mobile Webseiten sich vom Aufbau und der Informationsarchitektur zu herkömmlichen Websites unterscheiden werden. Das ist kein Sonderweg, sondern entspricht dem Grundgedanken von Context, Content und Component.

Konzeption ist der Ausgangpunkt und nicht das Ausgabenmedium, ob iPhone oder iPod. Eine mobile Website wird nur funktionieren wenn Sie auf unterschiedlichen Geräten usable ist. Leider wird in der Diskussion um mobile Website und Applikationen das iPhone in den Mittelpunkt gestellt.

Das iPhone ist nur eines von vielen mobilen Endgeräten und sollte nicht vergessen werden. Eine mobile Lösung stellt keine Extrawurst da, sondern ist eine dem Medium entsprechende Lösung.

World Usability Day 2009

Motto Designing for a Sustainable World wird am 12. November 2009 der 5. World Usability Day

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